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BioDiver City
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Die Zuchtstation für bedrohte Schildkrötenarten ist für Zoobesucher nur von aussen einsehbar

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Pressemitteilung Allwetterzoo, Mittwoch 15.10.2003
Schildkröten beziehen ihr neues Zuhause
Einweihung des Internationalen Zentrums für Schildkrötenschutz im Allwetterzoo Münster am 18. Oktober 2003
Nicht nur für die Schildkröten war es ein langer, weiter Weg von Nottuln-Darup nach Münster: Nach gut 20-monatiger Bauzeit und mehr als doppelt so langer Vorbereitungszeit nimmt das Internationale Zentrum für Schildkrötenschutz (IZS) mit der offiziellen Einweihungsfeier am 18. Oktober 2003 im Allwetterzoo Münster seinen Betrieb auf. Rund 150 geladene Gäste werden am Samstag das IZS kennen lernen. Nach Grußworten von Zoodirektor Jörg Adler und Bürgermeister Fritz Krüger hält Prof. Fritz Jürgen Obst, vormals Leiter der Staatl. Naturhistorischen Sammlungen Dresden, einen Festvortrag mit dem Titel: "Weshalb ausgerechnet Schildkröten?".
Elmar Meier, der eigentliche Initiator des IZS, wird die ersten Bewohner des Zentrums präsentieren. Schildkröten aus dem überaus seltenen Bestand des Nottulner Schildkrötenzüchters bezogen bereits im September ihr neues Quartier im Allwetterzoo. Im IZS, einem Teil der neuen BIOdiverCITY im Eingangsbereich des Zoos, wird der anerkannte Schildkrötenexperte künftig einige der am stärksten von der Ausrottung bedrohten Schildkrötenarten betreuen und züchten.
Das weltweit einmalige Pilotprojekt wird von zahlreichen Förderern und Sponsoren unterstützt, darunter die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e. V. (DGHT), die nationalen Fachverbände aus Großbritannien, der Schweiz und den Niederlanden, die Andreas Stihl-Stiftung und die Stiftung Westfalen-Initiative, das Deutsche Tierhilfswerk (DTHW), die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e. V. (ZGAP) und die LVM-Versicherungen Münster. Aber auch unzählige Schildkrötenliebhaber unterstützten das Projekt mit ihren Spenden und trugen so zur Realisierung bei.
Auch außerhalb Europas erregt das Projekt Aufsehen und Interesse: Die Turtle Survival Alliance und der Turtle Conservation Fund der Weltnaturschutzunion IUCN, die sich im Januar im Allwetterzoo zur Planung der weltweit notwendigen Schildkröten-Schutzmaßnahmen trafen, bezeichnen das IZS in ihrem Aktionsplan als Einrichtung von weltweit höchster Bedeutung mit Vorbildfunktion. Über das existierende internationale Netzwerk können hoffentlich bald die ersten Zuchterfolge von Goldkopfschildkröte, Zhous Scharnierschildkröte & Co aus dem Allwetterzoo zum Aufbau weiterer Zuchtgruppen an andere Zoos und Züchter verteilt werden. Langfristig sind auch Schutzmaßnahmen vor Ort und - sofern möglich - die Wiederansiedlung der asiatischen Schildkrötenarten in ihrem ursprünglichen Lebensraum geplant.
Das Zentrum selbst ist nicht öffentlich zugänglich, Einsichtmöglichkeiten in die Station werden aber gegeben sein. Um den zweiten Zuchtraum für Schildkröten fertigzustellen, werden übrigens dringend noch weitere Sponsorengelder benötigt.
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