endete bei den Wölfen...22 Jungstörche wachsen derzeit im Allwetterzoo Münster heran. Ihre Eltern sind so genannte „Freiflieger“, die sich irgendwo im Zoogelände einen Nistplatz gesucht haben. Einige Horste befinden sich über dem Afrikapanorama, einer hoch über den Elefanten und die meisten mitten auf der Großflugvoliere über den Geiern. Der älteste Horst steht in der Anlage für Pferde und Riesenesel im „Kinder- und Pferdepark“. Hier wuchsen vier Jungstörche heran. Sie wurden nicht beringt, weil der Horst auch für die münstersche Feuerwehr nicht erreichbar ist. Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass einer dieser vier Jungstörche bei seinen ersten Flugversuchen im Wolfsgehege gelandet ist, das sich ebenfalls im “Kinder- und Pferdepark“ befindet. Die Wölfe hatten wohl mit einer leichten Beute gerechnet und den jungen Storch angegriffen. Doch er setzte sich zur Wehr und kam mit leichten Verletzungen an den Flügeln davon. Zur Erholung verbrachte er einige Tage unter tierärztlicher Aufsicht in der Quarantänestation des Zoos.
Am Donnerstag (9.7.) war der Jungstorch soweit genesen, dass er wieder in die Freiheit zurück durfte. Zuvor bekam er von Michael Klein von der Biologischen Station Rieselfelder einen Ring verpasst. Anhand der Nummer 6X795 kann nun der weitere Lebensweg des jungen Weißstorchs verfolgt werden. Seine ersten Flügelschläge außerhalb der Quarantäne-Voliere unternahm er an den Teichen mitten im Zoogelände - weit genug entfernt von den Wölfen! Im Allwetterzoo sind übrigens die meisten Jungstörche inzwischen flügge und können bei ihren Flugübungen sehr schön beobachtet werden.
10.07.2009