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Harry soll für Nachwuchs sorgen
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Nashornsamen
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Pressemitteilung Allwetterzoo vom 12.07.02 Am Montag (15. Juli) werden die Medien dabei sein, wenn die Tiermedizinerin Sandra Silinski versucht, dem Nashornbullen "Harry" ohne Narkose Samen abzunehmen.
Zum Hintergrund dieser Aktion: Breitmaulnashörner vermehren sich in Zoologischen Gärten selten. Künstliche Befruchtungen könnten eine Lösung sein, um diese stark von der Ausrottung bedrohten Tiere zumindest in menschlicher Obhut zu erhalten. Die Gewinnung von Nashornsamen ohne Narkose, also mit einem möglichst geringen Risiko für die Tiere, ist Gegenstand der Arbeit von Frau Silinski, die derzeit als Doktorandin im Zoo Salzburg tätig ist. Sie hat "Harry" bereits am 6. 2. 02 kennen gelernt, als die Wissenschaftler des Berliner Instituts für Zoo- und Wildtierbiologie sämtliche die Nashörner im Allwetterzoo per Ultraschall untersuchten und hierbei erstmalig "Harry" Samen entnahmen, um bei der Kuh "Emmi" eine künstliche Befruchtung zu versuchen. Hierbei stellte sich heraus, dass "Harry" ein hervorragender Samenspender sein könnte. Und schon damals wurde beschlossen, dass Frau Silinski auch im Allwetterzoo Versuche durchführen wird.
Sandra Silinski, die sich seit dem 8. Juli in Münster aufhält, spritzt "Harry" ein Medikament, das bei Pferden erprobt ist und hier mitunter zu einer spontanen Abgabe von Samen führt. Ihre bisherigen Ergebnisse sind recht vielversprechend: Am Donnerstag, 11.7., gab "Harry" unter großer Anteilnahme der Zoobesucher bereits Samen ab. Man kann sagen, dass dies ein "Fast-Erfolg" war, denn in der Probe fanden sich einige einzelne Spermien. Die Versuche finden im Außengehege der Nashörner statt, weil "Harry" im Haus zu nervös ist.
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